Bau eines Fahrrad-Schuppens

Wer sein Fahrrad vor Wind, Wetter und Diebstahl schützen möchte, der entscheidet sich für einen Fahrrad-Schuppen. Solche Schuppen gibt es bereits fertig, im Bausatz, kann aber auch problemlos selbst zusammengebaut werden.

Vorgehensweise

Vorab sollte man sich erkundigen, ob eine Baugenehmigung eingeholt werden muss. Dann gilt es, Größe und Platz des Schuppens festzulegen. Da ein Fahrrad-Schuppen mindestens Platz für zwei Fahrräder bieten sollte, ist eine Grundfläche von drei Quadratmetern nötig. Zur Auswahl stehen ein Anlehnschuppen und ein freistehender Schuppen. Kommt ein offener Schuppen in Frage, dann darf dieser nicht der Wetterseite zugewandt sein. Ansonsten regnet und schneit er herein.

Geeignetes Baumaterial

Für den Bau eines Fahrradschuppens eignet sich vor allem Holz besonders gut. Dieses lässt sich unkompliziert und ohne größeren Krafteinsatz verbauen und ist zu dem wetterfest. Allerdings sollten die Holzwände mit einer Wetterlasur gestrichen werden. Diese Maßnahme sollte alle zwei Jahre wiederholt werden. Genutete Holzbretter sind besonders vorteilhaft, da sie eine Menge Arbeit ersparen. Sie werden nur ineinander gesteckt und später mit den Verstrebungen verschraubt. Für das Dach werden Holzsparren und Dachpappe verwendet.

Als Fundament eignet sich Beton, dieser muss angerührt und gleichmäßig in eine ausgewogene Ausschachtung gegossen werden. Wem diese Arbeit zu viel ist, der kann das Fundament weglassen und direkt auf den Rasen bauen.

Bau des Fahrradschuppens

Liegt das Material bereit und ist die Fläche vermessen, beginnen die eigentlichen Arbeiten. Nachdem das Fundament gegossen wurde, werden Löcher für die Pfosten gegraben, mit denen die Wände später verschraubt werden. Diese Löcher sollten mindestens 80 cm tief sein, damit sie auch frostsicher sind. Damit das Gebäude auch sturmfest ist, werden die Pfosten einbetoniert. Sobald der Beton ausgehärtet ist, werden an den Pfosten Querverstrebungen angeschraubt. In die Bretter, welche die Vorder- und Rückwand des Schuppens nach oben abschließen sollen, werden Einschnitte im Umfang der Sparren gesägt, die später das Dach halten. Dann müssen die Bretter für die Seitenwände auf die erforderliche Höhe zusammengesteckt werden. Dabei wird der Raum offen gelassen, wo später die Tür eingesetzt wird.

Mitte der Wände werden mittels querlaufender Streben verschraubt und die Sparren in die frei gesägten Einschnitte der Vorder-und Rückwand gesteckt. Dabei ragt das Ende der Sparren etwas über die Wände hinaus. Ist dies erledigt, werden die Dachlatten aufgenagelt. Zum Schluss wird die Tür angepasst und befestigt.

Alternativ können auch Bausätze vom Baumarkt errichtet werden. Diese haben den Vorteil, dass sämtliche für den Zusammenbau benötigen Teile vorhanden sind. Dank einer ausführlichen Aufbauanleitung ist dieser Aufbau selbst für handwerklich begabte Personen leicht zu bewerkstelligen.