Baukosten berechnen

Bei den Baukosten nicht den Überblick verlieren

Sich den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen, ist für viele Menschen der größte Wunsch. Ein eigenes Haus zu besitzen und der Familie ein Nest zu bieten, ist vor allem dann verlockend, wenn die Zinsen für Baukredite niedrig sind. Da lässt man sich mitunter schon einmal auf ein Bauvorhaben ein, das finanziell nicht bis ins letzte Detail durchdacht ist. Und da kann der Traum vom eigenen Zuhause durchaus schon einmal zu einem kleinen Alptraum werden.

Eine gut durchdachte Baufinanzierung ist das A&O

Die Freude und das Glück am Eigenheim steht und fällt mit einer optimalen Baufinanzierung. Wer hier nachlässig ist und einige wichtige Punkte außer Acht lässt, für den sind die Probleme schon vorprogrammiert. So etwa, wenn die Baunebenkosten nicht ordnungsgemäß in die Kalkulation miteinfließen. Gerne achtet man nur auf die reinen Baukosten und lässt außen vor, dass noch etliche weitere Posten hinzukommen. Dazu gehören beispielsweise die Kosten für Notar und Gericht, die Grunderwerbsteuer, die Provision für einen Makler, sollte dieser beauftragt worden sein, aber auch Kosten für u.a. die Anschlüsse von Gas und Strom.

All dies kann sich durchaus summieren und als Baunebenkosten die Gesamtkosten noch um einiges in die Höhe treiben. Da staunt manch ein Bauherr im Nachhinein nicht schlecht, wenn sich die Kosten plötzlich um einen möglicherweise fünfstelligen Betrag erhöhen, weil zahlreiche Posten einfach noch nicht berücksichtigt wurden. Auch sollte man bei der gesamten Baufinanzierung lieber etwas großzügiger kalkulieren, als die Kosten zu knapp zu bemessen.

Wer plant, viel Eigenleistung in den Hausbau mit einzubringen, sollte sich hier nicht ver- und überschätzen. Kann die ganze geplante Arbeit wirklich selbst erbracht werden? Mutet man sich hier nicht vielleicht zu viel selbst zu? Was ist, wenn plötzlich unerwartete Reparaturen anfallen? Man sollte ausreichend Reserve einplanen, um auch auf spontane Gegebenheiten während des Baus vorbereitet zu sein. Nur so lässt sich eine Nachfinanzierung durch die Bank oder eine nicht zu überwindende Finanzierungslücke vermeiden.

Immer davon ausgehen, dass der Hausbau teurer wird als geplant

Je mehr Eigenkapital man einbringen kann, umso besser. Eine hohe Eigenkapitalquote wird mit attraktiveren Zinsen belohnt. Zudem bleibt der Kredit überschaubar und man behält das Risiko besser im Überblick. Ein Risiko kann es zudem immer auch sein, mit Bauunternehmen zusammen zu arbeiten. Manch ein Bauherr kann ein Lied davon singen, wie er von einem als seriös eingeschätzten Bauunternehmen im Regen stehen und auf den Kosten sitzen gelassen wurde.

Es ist daher unumgänglich, sich vorab ausführlich über die Unternehmen zu informieren, sich Referenzen einzuholen und auf Mundpropaganda von vertrauensvollen Personen zu hören. Sinnvoll kann es auch sein, sich über einen Zahlungsplan zu informieren, der direkt im Bauvertrag festgehalten wird.

Veröffentlicht in Haus