Woher kommt eigentlich mein Wasser?

In der Schweiz, Deutschland und Österreich regnet es so häufig, sind die Grundwasserbedingungen so günstig, dass der Wasserbedarf in aller Regel lokal oder regional abgedeckt ist. In vielen Fällen gibt es in Mitteleuropa aber auch, ganz wie beim Leitungswassersystem der alten Römer, überregionale und regionale Flächenversorgungen.

Die Wasserversorgung liegt im Übrigen in der Hand von Wasserverbänden, Kommunen, privatwirtschaftliche Unternehmen und Wassergenossenschaften, welche die Wasserversorgungsanlagen instand halten. In der Bundesrepublik obliegt die Wasserversorgung zumeist den Kommunen.

Wasser gilt als das, was es ist, das wichtigste Nahrungsmittel überhaupt nämlich. Dementsprechend streng wird kontrolliert.

Brunnen

Bei den Brunnen gibt es zwei unterschiedliche Typen. Einmal haben wir Bohrbrunnen und auf der anderen Seite die Schachtbrunnen. Die Bohrbrunnen können Wasser Reservoires bis in 400 Meter Tiefe anzapfen. Die Schachtbrunnen sind für das Oberflächenwasser gedacht, das etwa Acht bis zehn Meter unter der Erdoberfläche fließt. Für das entnommene Wasser gibt es Vorschriften, was die Menge des Wassers, die aus dem Grundwasser entnommen wird gelten.

Es darf in jedem Wassergewinnungsgebiet nur die jeweils auch wieder nachfließende Wassermenge entnommen werden, alles andere hat, wie in Trockenzonen in Entwicklungsländern in Afrika, Südamerika oder Asien schon oft festgestellt werden musste, katastrophale Folgen.

Die Förderung von Wasser durch die oberflächennahen Schachtbrunnen hat den Nachteil, dass Giftstoffe aus der Oberfläche mit in das gewonnene Wasser eingebracht worden sein könnten. Häufig passiert das durch die Düngung landwirtschaftlicher Flächen. Eine Phosphat und Nitratbelastung ist die Folge.

Quellen

Das Wasser, das aus einer Quelle kommt ist Grundwasser. Nicht immer ist es bedenkenlos als Trinkwasser genießbar. Ganz nach dem, aus welcher wasserführenden Schicht es stammt, kann es mehr oder minder mit Schadstoffen belastet sein.

Tagwasser, also oberflächennahes Wasser ist in aller Regel mit Keimen, Bakterien, Mineralölen und Nitraten belastet. Deswegen wird jede Quelle, welche zu Gewinnung von Trinkwasser genutzt werden soll, durch eine sogenannte „Trinkwasserschutzzone“ gesichert. Es existieren also die Schichtquellen, bei denen das Grundwasser zutage tritt, wenn die Erdoberfläche durch die zutage tretende Quellwasserschicht durchschnitten wird.

Bei der Stauquelle hat sich das Grundwasser an einer mehr oder weniger wasserundurchlässigen Schicht gestaut und tritt nun durch eine Öffnung an die Oberfläche. Die Überlaufquelle hat hydraulischen Druck in der Grundwasserschicht als Auslöser für die Quelltätigkeit.

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